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08.07.2026

Erfolgreiches Geschäftsjahr für die SWG

In ihrem Jahresabschluss legen die Stadtwerke Gießen gute Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor. 

13,9 Millionen Euro Gewinn – diesen Betrag weisen die Stadtwerke Gießen (SWG) in ihrem kürzlich veröffentlichten Jahresabschluss für 2025 aus. Damit liegt das Ergebnis – insbesondere aufgrund der positiven Entwicklungen in den Sparten Strom und Fernwärme – über den ursprünglichen Planungen der Verantwortlichen, wenn auch leicht unter dem des Vorjahres. „Wir sind rundum zufrieden mit dem, was wir gemeinsam erreicht haben“, ordnet Andreas Hergaß, Vorstand der SWG, die Zahlen ein.

Die beiden Vorstände machen ihre gute Bewertung des Jahresabschlusses aber nicht nur am Ergebnis fest. Tatsächlich gelang es den SWG einmal mehr, die selbst gesteckten, operativen Ziele zu erreichen. „Das lässt sich nur mit einer gleichermaßen kompetenten wie engagierten Mannschaft bewerkstelligen“, bringt es SWG-Vorstand Matthias Funk auf den Punkt und ergänzt: „Wir möchten die gute Bilanz zum Anlass nehmen, um allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren unermüdlichen Einsatz zu danken.“

Die Energiewende vorantreiben
3,4 Millionen Euro ihres Gewinns überweisen die SWG als Dividende an ihre Eignerin, die Stadt Gießen. Der Rest fließt – wie in den Jahren zuvor – im Wesentlichen in die Energiewende vor Ort. Sprich: Die SWG investieren massiv in die Erweiterung des Wärmenetzes, die Ertüchtigung des Stromnetzes und den konsequenten Zubau von Erzeugungsanlagen, die mit regenerativen Energien arbeiten. Ein herausragendes Beispiel dafür ist die kürzlich in Betrieb genommene innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlage PowerLahn. „Die Früchte unserer zielgerichteten und erfolgreichen Arbeit versetzen uns in die Lage, die Energiewende in Gießen und der Region im nötigen Tempo voranzutreiben“, freut sich Andreas Hergaß. Diese Strategie dient nicht nur dem Schutz der Umwelt, sondern immer stärker auch der Versorgungssicherheit. „Aufgrund der sich dramatisch verändernden geopolitischen Situation, ist es ein Gebot der Vernunft, sich Zug um Zug unabhängig von Energieimporten zu machen“, begründet Matthias Funk den Ansatz.

Alexander Wright, der SWG-Aufsichtsratsvorsitzende, nennt einen weiteren Aspekt, der für den von den SWG eingeschlagenen Weg spricht: „Die SWG setzen konsequent auf vor Ort verfügbare erneuerbare Energie. Das hält die Wertschöpfung in der Region und sichert Arbeitsplätze.“ Tatsächlich beteiligen sich die SWG nicht an Offshore-Windparks oder vergleichbaren Großprojekten. Als durch und durch kommunales Stadtwerk übernehmen sie Verantwortung für die Region und stecken ihr Geld in sinnvolle Projekte in Gießen sowie den umliegenden Städten und Gemeinden.

Grundsolide in die Zukunft
Wie in den erfolgreichen Jahren zuvor nutzen die SWG einen Teil der Gewinne, um ihre Eigenkapitalquote zu erhöhen. Mit inzwischen 45,9 Prozent liegt sie deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die neuerliche Steigerung dient der Zukunftsfähigkeit der SWG. Denn die Eigenkapitalquote ist ein wichtiges Merkmal bei der wirtschaftlichen Beurteilung von Unternehmen, die etwa Banken vornehmen, wenn es um Kredite geht. „Je höher unsere Eigenkapitalquote, desto leichter kommen wir an Darlehen und desto besser sind die Konditionen“, erklärt Andreas Hergaß den Zusammenhang. 

Und genau dieses gute Rating bei den Banken wird immer wichtiger. Und Kredite zu vernünftigen Bedingungen sind eine Voraussetzung für den wirtschaftlichen Erfolg in den kommenden Jahren und Jahrzehnten. Denn obwohl die Energiewende in Gießen und der Region schon vergleichsweise weit fortgeschritten ist, stehen noch weitreichende Modernisierungen aus. Einen großen Teil der dafür aufzubringenden Mittel müssen die SWG aufnehmen. Eben dafür haben die Verantwortlichen ausreichend Spielraum. Alexander Wright formuliert es so: „Die SWG sind ein grundsolides Unternehmen und als solches den bevorstehenden Herausforderungen gewachsen. Sie verfolgen eine klare Strategie mit sehr genauen Vorstellungen davon, wohin die Reise gehen soll. Deshalb mache ich mir um die Energiezukunft in Gießen und der Region keine Sorgen.“

Dass diese Strategie aufgeht, lässt sich schon daran erkennen, dass die SWG zahlreiche neue Kundinnen und Kunden für die Fernwärme gewinnen konnten. „Offenbar sehen immer mehr Menschen in Fernwärme die beste Option“, freut sich Matthias Funk. 

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