SWG testen ersten smart mit Elektroantrieb auf Gießens Straßen

26
November
2012
Marcello Liut, smart-Verkäufer bei Neils & Kraft, und Michael Heilmann, Verkaufsleiter Pkw bei Neils & Kraft, übergeben den ersten smart fortwo electric drive an Ina Weller, Unternehmenssprecherin der SWG, und Klaus Etzelmüller, Leiter der Abteilung Technische Services bei den SWG.

Marcello Liut, smart-Verkäufer bei Neils & Kraft, und Michael Heilmann, Verkaufsleiter Pkw bei Neils & Kraft, übergeben den ersten smart fortwo electric drive an Ina Weller, Unternehmenssprecherin der SWG, und Klaus Etzelmüller, Leiter der Abteilung Technische Services bei den SWG.

Das Autohaus Neils & Kraft hat kürzlich den ersten Elektro-smart in Gießen ausgeliefert. Ab sofort gehört der Kleinwagen zum Fuhrpark der Stadtwerke Gießen, die ihn für Fahrten in der Stadt und der näheren Umgebung einsetzen.

Wie gut sich Elektroautos im Alltagseinsatz bewähren, wollen die Stadtwerke Gießen (SWG) genau wissen. Deshalb haben die SWG einen smart fortwo electric drive der neuen Baureihe in ihren Fuhrpark aufgenommen – das erste Modell, das vom Autohaus Neils & Kraft in Gießen ausgeliefert wurde. Anfang November übergaben Michael Heilmann, Verkaufsleiter Pkw bei Neils & Kraft, und Marcello Liut, smart-Verkäufer bei Neils & Kraft, den Stadtflitzer an Ina Weller, Unternehmenssprecherin der SWG, und Klaus Etzelmüller, Leiter der Abteilung Technische Services bei den SWG. „Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Gießen in die Elektromobilität einsteigen und bereits früh Interesse am smart gezeigt haben“, unterstreicht Marcello Liut.
Mit dem Kauf des Elektrofahrzeugs treten die SWG auch dem „Club 100“ bei, den das Unternehmen Neils & Kraft mitgegründet hat. „Ziel des ‚Club 100’ ist es, Öko-Vorreiter aus Mittelhessen zu versammeln, die eine Vorbildfunktion in Sachen ganzheitliches, umweltorientiertes Denken und Handeln übernehmen. Jeder Käufer eines smart fortwo electric drive erhält automatisch die Mitgliedschaft, weil er sich für klimaschonende Mobilität in der Region engagiert“, erläutert Michael Heilmann.
„Als Energieunternehmen nehmen wir diese Vorreiterrolle in Mittelhessen in vielen Bereichen wahr. Und wir setzen uns auch ganz selbstverständlich mit dem Thema Elektromobilität auseinander. Wichtig war und ist uns dabei allerdings der Zeitpunkt, denn es gehört zu unserer Strategie, einem Trend nicht einfach nur blind hinterherzulaufen. Nun möchten wir Erfahrungen beim Alltagseinsatz von Elektrofahrzeugen sammeln und diese Erfahrungen mit unseren Kundinnen und Kunden teilen“, erklärt Ina Weller.

Einsatz auf der Kurzstrecke

Mittlerweile haben Fahrzeuge wie der Elektro-smart aus Sicht der SWG Marktreife erlangt und sie eignen sich besonders für Kurzstrecken. Klaus Etzelmüller erläutert, wofür der Kleinwagen vorgesehen ist: „Hauptsächlich werden wir das Auto in Gießen und der näheren Umgebung bei den zahlreichen Boten- und Werksfahrten testen, die jeden Tag anstehen. Aufgrund seiner Motorisierung, Reichweite und Größe ist das Fahrzeug dafür ideal ausgelegt.“ Ein rund 55 Kilowatt (kW) starker Elektromotor treibt den smart an und die Batterie verfügt über eine Kapazität von 17,6 Kilowattstunden (kWh). Das reicht für rund 120 Kilometer.
Schadstoffe wie Kohlendioxid stoßen Elektromotoren naturgemäß nicht aus. Doch Experten weisen immer wieder darauf hin, dass der Einsatz von Elektromobilen in puncto Klimaschutz nur dann sinnvoll ist, wenn die Akkus nicht mit Strom aus Kernkraft- oder Kohlekraftwerken geladen werden. Die Voraussetzungen dafür haben die SWG in Gießen geschaffen, erläutert Ina Weller: „Dank des ‚Gießener Grünstroms’, den wir an alle Privatkunden liefern und auch selbst nutzen, fährt unser Elektro-smart zu 100 Prozent atomstromfrei.“

Erfahrungen mit Interessenten teilen
Innerhalb von maximal sieben Stunden – also über Nacht – lassen sich die Akkus des Elektro-smarts an einer gewöhnlichen Steckdose mit dem „Gießener Grünstrom“ laden. Morgens steht der Stadtflitzer den Mitarbeitern der SWG dann wieder zur Verfügung. Wesentlich schneller geht es an einem Anschluss mit höherer Leistung. Zusätzlich ausgerüstet mit einer sogenannten 22-kW-Wall-Box ist es möglich, den leeren Akku innerhalb einer Stunde zu laden.
Dass sich der Kleinwagen allein wegen seiner geringen Länge und Breite für den vorgesehenen Zweck eignet, davon ist Klaus Etzelmüller überzeugt. „Im engen Stadtverkehr und bei der Parkplatzsuche punktet der Elektro-smart ohnehin. Aber dadurch zeichnen sich auch die Diesel- oder Benzinmodelle aus. Jetzt sind wir alle bei den Stadtwerken Gießen auf die Erfahrungen mit dem alternativen Antrieb gespannt.“ Über diese Erfahrungen werden die SWG berichten und Interessierte aus der Region informieren.